Arsen und Wasser

Arsen-Kontaminationen von Trinkwasser gibt es rund um den Globus. Ursachen sind natürliche Arsenvorkommen in Sedimenten, industrielle Verunreinigungen, Landwirtschaft und Bergbau.

Weltkarte Arsenkonzentrationen >50µg/l

Gebiete mit einem Arsengehalt >50 µg/l (Siegfried 2010)

Weltweit konsumieren mehr als 130 Millionen Menschen arsenkontaminiertes Trinkwasser, das die von der WHO als noch akzeptabel eingestufte Arsenmenge (10 μg/L im Grundwasser) teilweise weit überschreitet. Schätzungen zur Folge sind alleine in Bangladesch bis zu 77 Millionen Menschen (UNICEF 2008, WHO 2013) vom gefährlichen und zeitlich schwankenden geogenem Arsen im Grundwasser direkt betroffen.

Die tägliche Aufnahme von arsenhaltigem Wasser kann zu bösartigen Tumoren der Haut, Lunge und Leber führen und ebenso Blutarmut sowie schwerwiegende Stoffwechselstörungen verursachen. Nicht umsonst wird das Element als "schleichendes Mordgift" bezeichnet.

Bilder PSE und Arsenicosis

Bilder: I. Arsen im Periodensystem der Elemente; II. und III. Arsenicosis (Dr. A. K. M. Munir, MSUK Bangladesch)

Regelmäßige Kontrollen der Trinkwasserbrunnen auf überhöhte Arsengehalte sind unumgänglich. Allein in Bangladesch weisen über 1,4 Million Brunnen, dies entspricht etwa 16 % aller Brunnen, erhöhte Arsenwerte auf (UNICEF 2010).