Finde den Wiesenknopf -
eine Citizen Science Aktion, gestartet im Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt ERDE
Die Teilnehmer des Projekts suchen von Juni bis September nach Vorkommen des Großen Wiesenknopfes Sanguisorba officinalis - einer typischen Grünlandpflanze, die von vielen Insekten als Nahrungspflanze genutzt wird. Die Koordinaten der Fundorte und Fotos werden hier auf unserer Webseite registriert. Das Projekt wurde am 1. Mai 2012 gestartet.
Wie können Sie an der Aktion teilnehmen?
- Halten Sie von Juni bis September Ausschau nach dem Großen Wiesenknopf Sanguisorba officinalis.
- Erfassen Sie die geografischen Koordinaten des Vorkommens (des ungefähren Mittelpunkts) und schätzen Sie, welche Fläche das Vorkommen einnimmt. Die Verteilung von Einzelpflanzen z.B. auf einem Deich kann verbal beschrieben werden.
- Falls möglich, fotografieren Sie die Besucher des Wiesenknopfes - die blütenbesuchenden Insekten.
- Geben Sie Ihre Daten ein unter

Dateneingabe.
Bisher eingegebene Fundorte und Fotos: ![]()
Ergebnisse.

Bild des Tages

Großer Wiesenknopf im Abtnaundorfer Park in Leipzig (2012). Foto: Wolfgang Eschenhagen
+++News+++
Auch im Jahr 2013 setzen wir unsere Aktion fort. Halten Sie Ausschau nach dem Großen Wiesenknopf und geben Sie die Daten bitte hier auf unserer Webseite ein.
Mit mehr als 150 Fundort-Meldungen in der Saison 2012 ist uns ein guter Start ins Monitoring des Großen Wiesenknopfes gelungen. Hier einige Ergebnisse:
- Etwa jede fünfte Beobachtung bezog sich auf Einzelpflanzen oder kleine Vorkommen, jede dritte Fläche war zwischen einem und neun Hektar groß, und fünf Vorkommen hatten Größen von mehr als neun Hektar.
- Es gab mehrere Hinweise auf das lokale Verschwinden von Sanguisorba-officinalis-Vorkommen. Dazu beigetragen haben könnten häufige Mahd (mehr als dreischürig), intensive Düngung oder das Anlegen von Pferdekoppeln.
- Von insgesamt 676 Beobachtungen zu Blütenbesuchern wurden 411 Schmetterlinge gezählt. Darunter waren 190-mal der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling und 38-mal der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Außerdem wurden 59 Fliegen und Schwebfliegen, 73 Wanzen, 64 Bienen, 2 Libellen, 41 Käfer und 28 Spinnen beobachtet.
- Die Mehrzahl der gemeldeten Maculinea-Flächen wird nur einmal im Jahr gemäht (im Juli oder Ende Oktober). Ebenso gab es aber zahlreiche Beispiele von Maculinea-Flächen mit zweischüriger Mahd (meist Mitte Juni und Ende September). Manchmal wird das Mähgut dann nur zum Teil von der Wiese entfernt. Einige Vorkommen befinden sich auf Flächen (z.B. Randstreifen), die gar nicht oder nur alle 2 bis 3 Jahre gemäht werden.
Besonders gefreut haben wir uns über die Teilnahme von Kindergruppen an unserem Wettbewerb für Grundschüler. Wir bedanken uns auch bei den Bürgerinnen und Bürgern, die bei ihrer Ausschau nach Sanguisorba officinalis in vergangenen Jahr noch nicht erfolgreich waren. Viel Glück für die Saison 2013!
Karin Ulbrich, Elisabeth Kühn und Josef Settele
Fotogalerie -Auswahl aus den eingesendeten Fotos (Alle Beiträge unter ![]()
Ergebnisse )
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Das Wissenschaftsjahr
Das Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt ERDE steht im Jahr des Umweltgipfels in Rio de Janeiro im Zeichen der Forschung für nachhaltige Entwicklungen: Sie ist der Schlüssel für die Zukunft. Dabei richtet sich der Blick im Wissenschaftsjahr 2012 auf die Forschungsansätze, die wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte gleichzeitig umfassen, also alle Aspekte der Nachhaltigkeit.
Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ nutzt den Rahmen des Wissenschaftsjahres, um die Monitoring-Aktion "Finde den Wiesenknopf" zu starten.

