Schmetterlinge bestimmen


In Deutschland gibt es etwa 3700 Schmetterlingsarten, von denen der überwiegende Teil zu den Nachtfaltern gezählt wird. Etwa 150 Arten (ohne die alpinen Spezies) gehören zur Gruppe der Tagfalter und auf diese beschränkt sich das TMD-Projekt. Die Arten dieser Insektengruppe sind mit etwas Übung relativ einfach zu unterscheiden. Man muss also kein Experte sein, um am TMD teilzunehmen und kann sich auch als Anfänger relativ schnell ausreichende Artenkenntnis aneignen.

In den meisten Transekten werden Ihnen hin und wieder auch Falter begegnen, die nicht zur Gruppe der Tagfalter gehören, die sogenannten „tagaktiven Nachtfalter“. Dies sind z.B. Vertreter aus der Familie der Widderchen oder auch die Braune Tageule (Euclidia glyphica, Familie der Eulenfalter) oder das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum, Familie der Schwärmer).


Gemeinsames Erkennungsmerkmal der heimischen Tagfalter sind die keulenförmig verdickten Fühlerspitzen. Die Fühler der Nachtfalter sind dagegen nie am Ende verdickt sondern verlaufen meist gleichmäßig dünn fadenförmig. Die Fühler der Männchen vieler Nachtfalter sind außerdem einfach oder doppelt gekämmt.

Joachim Müncheberg
Fühler eines tagaktiven Nachtfalters:
Braune Tageule (Euclidia glyphica),
Foto: Joachim Müncheberg
Admiral
Fühler eines Tagfalters:
Admiral (Vanessa atalanta),
Foto: Knud Schulz