Kugel
Foto: Aldegund Arenz

Schmetterlingsgedichte

Kennen Sie ein schönes Gedicht über Schmetterlinge oder haben Sie vielleicht selbst ein Gedicht geschrieben?

Gerne veröffentlichen wir Ihre Vorschläge auf dieser Seite.

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" der Schmetterling fliegt solange er liebt "

(Boie Peters)


“Leben ist nicht genug,” sagte der Schmetterling…
“Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu…”

(Hans-Christian Andersen)


Schmetterling

Bunt und fröhlich und irgendwie dreist
tanzen und fliegen sie wie ein unruhiger Geist.

Und doch wie eine Feder geschmeidig im Wind
bewegt er sich durch die Lüfte geschwind.

Er spielt mit mir, singt tanzend seine Melodie
Im Einklang mit der Natur voll Harmonie.

Er ist ein wahres Wunder der Natur
von Traurigkeit keine Spur

(Annett Spranger)



Als endlich über neu geschaffner Erde
Des Sommers sanftes Wetter hing,
Da schuf der Gott den Schmetterling.

(Klaus-Werner Wenzel)


Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Er weiß, dass er nichts weiß,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiß er was die anderen
und er noch lernen müssen.
Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört,
von Furcht sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt,
nimmt er gelassen auf.

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein,
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger,
als alle seine Erben.

(Carlo Karges)


es flügeln vier Flügel
sanft flatternd umher

unstet

der sonne entgegen
dem blütenmeer

unbeschwert

bunt schimmernd
tragen sie das glück scheinbar

unbeirrt

und ein ganz liebes dankeschön
von mir zu dir

(Ursl Buchberger)


zitronenfaltermännchen

im hellen sonnenlicht
durch und durch
im zarten gelbgrün schimmernd

filigran
beinah bizarre
lichtdurchflutet

luftig duftig
über die wiesen gaukelnd
an hecken entlang

zur ruhe kommend
auf einem kleinen blütenkopf
leuchtend in der sonne

einen augenblick nur
in ruhe
nektar naschend

und flugs
dann weiter flatternd
aus meinem blick entschwindend

(Ursl Buchberger)


Segelfalter

Du fliegst
einfach so
auf meinen Zeh
es kitzelt
ich beweg mich nicht

Keck
läßt du dich
auf meinen Finger
herüberlocken

Ich trag dich
zeig dich herum
sprech mit dir

Und als ich dich
am Efeublatt
absetzen will
hast du Angst

Da kommt
ein Schmetterling
du erkennst ihn
und ich
habe kaum Zeit
dir nachzusehen

(Sigrid Breuer)


über einen Schmetterling

Auf einer hübschen Blumenwiese,
wie eine leichte Sommerbrise,
flog ein Schmetterling vorbei.
Er schillerte grün weiß und blau
nun stellt er seinen Flug zur Schau:
Das Flattern seiner sanften Schwinge
ließ schöne Melodien erklingen.
Er saugte schließlich aus der Mitte
einer kleinen Margerite.
Dann hob er ab, vom Wind verweht,
ein kurzer Augenblick vergeht.

(Roland Rübe)


Schmetterling

Kleiner, bunter Schmetterling
wir lieben nur dich allein,
fliege mit uns fort,
an einen anderen Ort.

Du bist so zart und bunt,
du fliegst zur Tagesstund.
Du kleines, süßes Ding,
du bist so hübsch und flink.

Bunter, bunter Falter
fliege mit uns zu den schönen Blumen,
fliege über Wiesen, über Flüssen,
laß uns niemals rasten müssen.

Zeige deine Farben der ganzen Welt,
sie schillern in orange, grün und gelb.
So wie es uns gefällt.
Fliegfe mit uns fort an einen anderen Ort.

für meine Söhne Hannes und Martin

(Simone Schirrmeister)


Ich fang jetzt Schmetterlinge mit Netz
ein leichtes Japannetz sagt der Verkäufer.
Überdenken Sie Ihre Haltung sagt der Professor
wenn ich nicht keschern will.
Einen Schecken hab ich erschlagen,
mit dem leichten Rand.
Ein Schornsteinfeger hat Schuppen verloren,
auf meinem Daumen wie Blut.
Ein C-Falter ist mir erstickt in der Plastikhülle,
beim neugierigen Betrachten mit Lupe.
Aber heute setzt sich ein kleiner Blauer
auf meine verschwitzte Hand.
Ich darf ihn betrachten, perfekt wie ein Kind
zutraulich, schillernd, brilliant.
Ich hoffe er kann mir verzeihn.

(Hans Ulrich Graf)


Rendezvous verhagelt

Seit Tagen bin ich ihm auf der Spur.
Ich suche den Trauermantel nur.
Dunkelbraun ist sein Gewand,
umrandet von einem hellen Band.

Er segelt mit dem Nachmittagswind,
eindrucksvoll groß und sehr geschwind.

Er scheint mich überall zu seh'n,
drum bleibt er leider auch nicht steh'n,
nicht in der Luft, nicht auf der Wiese.
Wenn er doch nur mal stille hielte!

Er saust behende durch meinen Garten.
Für mich heißt das, geduldig zu warten.
Ich möcht' ihn so gerne fotografieren.
Er muß sich doch nur mal schön präsentieren.

Zwei Tage später, Gewitter naht.
Mit Hagel hat es nicht gespart.

So hab' ich mir das nicht vorgestellt.
Vom Hagel zerfetzt war mein Fotoheld.
Ich fand seine Flügel im Grase liegen.
Doch ohne sie kann er leider nicht fliegen.

Ein wenig traurig macht mich das Gescheh'n,
weil wir uns leider nicht mehr wiederseh'n.

(Ursula Bruhn-Otte)


"Hol es der Henker" rief Gott,
"jetzt ist meine Geduld zu Ende;
der ganze Planet muß weg,
zerschmissen muß er werden,
sonst verschandelt er mir die Schöpfung."
Und in furchtbarem Grimm ballte er die Faust
und hielt sie über die kleine braune Kugel,
die da zischend und knisternd und schwelend
durch den Äther zog.
Aber er schlug nicht zu,
sondern steckte die Hand wieder in die Hosentasche,
und seine Miene wurde milder.
"Nein" sprach er vor sich hin,
"man muß sich alles überlegen.
Es wäre schade um die schönen Schmetterlinge."

(Victor Auburtin, gefunden von Fritz Graf)


Blauer Schmetterling

Flügelt ein kleiner blauer
Falter vom Wind geweht,
Ein perlmutterner Schauer,
Glitzert, flimmert, vergeht.
So mit Augenblicksblinken,
So im Vorüberwehn
Sah ich das Glück mir winken,
Glitzern, flimmern, vergehn.

(Hermann Hesse, eingesandt von Martin Benkenstein)
 


 Im Auftrag der Schmetterlinge

Ein Wunder mir in diesem Jahr geschah:
Die Schmetterlinge kamen mir so nah
Wie nie bisher in meinem Leben!
Sie waren mir in meine Hand gegeben!
Auf meinem Finger sitzend sagten sie mir leise
In ihrer unnachahmlich zarten Weise:
Ach siehst du nicht, Du Menschenkind,
Dass wir schon fast verloren sind?
Wir fliegen, suchen weit und breit,
Wo gibt's noch Wildblumen in dieser Zeit?
Als Unkraut werden sie vernichtet.
Wir Tiere werden damit auch gerichtet!
Der Rasen ist nur schön, wenn kurz und sauber!
Erkennt Ihr nicht der bunten Blüten Zauber?
Nicht harmloser Schmetterlinge kunstvolle Flüge
Und ihre heimlichen zielsichren Züge
Hin zu den begehrten Nektar-Quellen?
Könnt Ihr nur noch die Schädlinge zählen?
Um diese zu morden uns alle vergiften?
Für alle Zeiten die Wehrlosen in der Natur vernichten?

Kannst Du nicht - wir haben keine laute Sprache -
In Deine Hand nehmen unsere Sache?
Drei kleine und doch große Bitten haben wir an Euch:

Lasst uns ein kleines buntes Blumenreich
Vielleicht am Wegrand,
Wo es Euch nicht stört,
Dass ohne Gift und Dünger es dann uns gehört!

Lasst uns zum Saugen eine möglichst große Artenzahl an Blüten
Für unsern unterschiedlichen Geschmack.
Wir wolln sie dafür hüten.
Mit anderen Insekten den Nektar teilen,
Dabei sie bestäuben und vermehren.

Lasst unsere Raupen auf ihren Fraßpflanzen gewähren
Die meisten fressen Euch nicht alles kahl und leer.
Sie haben ihre Grenzen
Durch natürllicher Feinde Heer.

Seit Jahrmillionen hat es uns auf der Erde gegeben.
Wir töteten keine Lebewesen aus Gier.
Durch uns verschwand keine Art von Pflanze und Tier!
Doch wie lange dürfen wir noch leben?

(Helga Göttsche)


An einen Schmetterling

Du, leicht und schön, aus Gottes Traum geboren,
du Bote einer tiefersehnten Welt!
Du Sieger, der die Liebe unverloren
und sanft im Segel seiner Schwingen hält:

Die Blumen lieben dich. Und wenn ich träume,
so träum ich deinen selbstvergessnen Flug.
Wie du mir wiederkommst durch helle Bäume,
versöhnst du mit der Erde Last und Trug.

Dein goldner Schmelz erschrickt vor meiner Schwere.
Du flügelst auf, mir lahmt der wüste Schritt.
Doch hoch und höher jetzt, in seliger Kehre,
nimmst du den Schmerz auf deinen Schwingen mit.

(Josef Weinheber)


Engeltraum

Ein Engel träumt im Sonnenschein
er wär` zu zwei`n nicht mehr allein...
Da fliegt ein Schmetterling herbei
und setzt sich auf ihn frank und frei.
Da ruft der Engel:
"Du, hör` auf,
du sitzt auf meinem Traume drauf!"

(Hannelore Müller-Scherz)


bunt, zart und schön

Wie schön es ist in der Sonne zu liegen
und zu sehen wie die Schmetterlinge fliegen.

Die Schmetterlinge fliegen hin und her,
denn sie sind kein bisschen schwer.

Sie sind so zart und bunt,
ich freu mich über jeden Fund.

Drum werde ich jetzt nach draußen gehen,
denn ich möchte Schmetterlinge sehen.

(Leonie-Kyra, 10 Jahre)


Ob ich ein Moos, einen Kristall, eine Blume, einen goldenen Käfer bewundere
oder einen Wolkenhimmel, ein Meer mit den gelassenen Riesen-Atemzügen seiner Dünungen,
oder aber einen Schmetterlingsflügel mit der Ordnung seiner kristallenen Rippen,
dem Schnitt und den farbigen Einfassungen seiner Ränder,
der vielfältigen Schrift und Ornamentik seiner Zeichnungen und unendlichen,
zauberhaft gehauchten Übergängen und Abtönungen der Farben
- jedesmal wenn ich mit dem Auge oder mit einem anderen Körpersinn ein Stück Natur erlebe,
wenn ich von ihm angezogen und bezaubert bin und mich seinem Dasein
und seiner Offenbarung für einen Augenblick öffne, dann habe ich in diesem selben Augenblick
die ganze habsüchtige blinde Welt der menschlichen Notdurft verlassen und vergessen,
und statt zu denken oder zu befehlen, statt zu erwerben oder auszubeuten, zu kämpfen oder zu organisieren,
tue ich für diesen Augenblick nichts anderes als "erstaunen".

(Hermann Hesse, eingesandt von Patrizia Beimborn)


Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
der selig an der Blume hin.
Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
am hübschen Blümlein auf und ab.
Ach Gott, wie das dem Schmetterling,
so schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am Meisten ihn entsetzt,
das Allerschlimmste kam zuletzt.
Ein alter Esel fraß die ganze
von ihm so heißgeliebte Pflanze.

(Wilhelm Busch)


Der Schmetterling

Es war einmal ein buntes Ding,
ein sogenannter Schmetterling,
der war wie alle Falter,
recht sorglos für sein Alter.

Er nippte hier und nippte dort,
und war er satt, so flog er fort,
flog zu den Hyazinthen
und guckte nicht nach hinten.

Er dachte nämlich nicht daran,
daß was von hinten kommen kann.
So kam's, daß dieser Schmetterling,
verwundert war, als man ihn fing.

(Heinz Erhardt)


Herbstliche Schmetterlingstage

Wippende Baumwipfel
kitzeln den Himmelsbauch,
bis watteweiche Wolkenberge
Sonnenregentränen lachen.

Flügel der Schmetterlinge
liebkosen facettenreiche Blüten,
baden im Whirlpool der Gefühle.

Wärmender Herbstwind
weht Friedensgedanken
in die bunte Jahreszeit.

(Herta Marie Nettke)


Ein Schmetterling

Ein Schmetterling überbringt dir
Die frohe Botschaft:
Ich bin dein.
Ein Schmetterling überbringt mir
Die frohe Botschaft:
Du bist mein.
Ein Schmetterling trägt die
Frohe Botschaft in die Welt hinaus:
Wir sind eins.

(Susanne Ulrike Maria Albrecht)

 


Schmetterling

'Schmetterling Schmetterling
bitte bitte sing
mir das Lied der Lieder
und flieg zu mir nieder.

Schmetterling Schmetterling
so bunt und herrlich
kannst es mir glauben
das meine ich ehrlich

Schmetterling Schmetterling
ich hab dich gesehen
ein erstes Mal
und es war um mich geschehen

Schmetterling Schmetterling
ach was bist du ein flattriges Flatterding
am liebsten mag ich dich beim Schweben
dabei kann ich dich träumend erleben

Schmetterling Schmetterling
ich träume dann
das ich mit dir fliegen kann
egal ob Schmetterlingsfrau oder Schmetterlingsmann

(Annely Frischkorn Vorwald)


Im Mai 2059

Wo bist Du Schmetterling?

Der Schrei verhallt
ungehört
auf den riesigen Mais- und Energieäckern!

(Peter Simon)


Fantasie von Butterfly

Ein Schmetterling so zart und fein,
der wollte ich als Kind schon sein!
Da könnt` ich durch die Lüfte fliegen
und mich im Kelch der Blumen wiegen!

Ich schwebte in die Welt hinaus,
ruh` mich auf warmen Palmen aus!
Ich flatterte zum Strand ans Meer
und auch die Berge liebt` ich sehr!
Ich naschte Honig da und dort,
ich wär` heut hier und morgen fort!

Mein Farbkleid leuchtete wie Sterne,
wer mich entdeckt`, der hätt` mich gerne!
Mich plagten nicht des Menschen Sorgen,
ich lebt` im Heute statt im Morgen!

Besitz -gar Reichtum- braucht` ich nicht,
mir reichte schon das Sonnenlicht!
Das Glück beschert` mir einen Tänzer
bevorzugt einen Schwalbenschwänzer-!

Mit einem Freund wär` mir nicht bang
ein leichtes Sommerleben lang!
Der Traum erfüllt sich leider nie
-er bleibt nur meine Fantasie-!

(Butterfly27 Petra Müller)


Der Schmetterling

Schmetterlinge sind schöne Tiere
doch sie sind bedroht!
Helft den schönen Schmetterlingen
aus ihrer Überlebensnot.
Irgendwann gibt´s keinen mehr
da schaut die Menschheit ganz verdutzt
und schaut verzweifelt hin und her
hätten sie früh daran gedacht
hätten sie die Möglichkeit genutzt
dem Schmetterling zu helfen.

(Clara Marie Winckler, 9 Jahre)

 


Mai

Pastellene Flügel entfalten
im ruhigen Vormittagslicht
sich auf der Schindel am Dach.

Verwirrt durch die Hitze,
tausend Düfte und Farben,
taumelt ein Schatten
über Landstrassen und
über viele,
für mein Herz zu viele,
Bäche -

bis hin zur kurzen, letzten Rast
am insektizidbesprühten
Apfelblütenast.

(Helmut Hußenöder)


Raupe

eine Raupe dick und klein
frisst sich durch jeden Blätterhalm
auch die Blüten hübsch und fein
mampft sie sorglos in sich rein
bis sie dick und fett
hinab fällt in den Dreck
mit letzter Kraft
schafft sie sich ein Blättergrab
sie denkt sich nur
ihr ist so schlecht
hast übertrieben so ist´s Recht
und legt sich hübsch zum Sterben hin
wird doch aus ihr ein Schmetterling

(Yvonne Kopfmüller)


Er schenkt mir sein Vertrauen - der Falter auf meiner Hand.
Mit Freudedarf ich ihn schauen, uns bindet ein geistiges Band.

Gewoben aus Liebe und Weisheit, entstanden vor uralter Zeit,
gehalten durch die Kraft der Ordnung, geformt für die Ewigkeit.

Würd´er doch noch länger verweilen, das wünsche von Herzen
ich mir, doch zu anderen Zielen muss er eilen, jensetis von
jetzt und hier.

Die Liebe soll uns nicht binden, nicht fesseln den Geist und den Leib,
einst werd´ich ihn wieder finden, in einem anderen Kleid

(Aldegund Arenz)