EU Projekt

Model Driven Soil Probing, Site Assessment and Evaluation (ModelPROBE)

Koordinator: M. Kästner (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ, Leipzig, Deutschland)

Geoprobe-Bohrgerät mit Direkt-Push-Technik (Quelle: UFZ)

Konventionelle Techniken zur Standorterkundung sind zeitaufwändig, kostenintensiv und unterstützen oft die Entscheidungsfindung über eine nachhaltige Sanierung nicht ausreichend. Deshalb ist es notwendig, neue Techniken für eine schrittweise Charakterisierungsstrategie mit intelligenten Rückmeldungsschleifen zu entwickeln.

Der Ansatz von ModelPROBE basiert auf einer Kombination von hochentwickelten geophysikalischen Erkundungstechniken mit neuartigen Vegetationsanalysen. Aufbauend auf diesen nichtinvasiven Bestandsaufnahmen, werden zunächst die genaue Position und Ausdehnung der Schadstoffquellen und die Schadstoffkonzentrationen (THP, BTEX, PAH, CHC, Sprengstoffe und Schwermetalle) sowie Bodeninhomogenitäten erfasst. Hot spots werden dann mittels neuer direct-push-Sonden, die geophysikalische und hydrogeologische Parameter erfassen können, sowie mit chemischen und Isotopen-Analysen untersucht, um die Quelle genau zu lokalisieren und zu identifizieren (environmental forensics). Die am Standort ablaufenden Bioprozesse wie Schadstoffabbau oder Ausfällungs-/Mobilisierungsprozesse werden mittels Biosensoren, in-situ-Mikrokosmen sowie Biomarker- und Stabilisotopenanalysen erfasst. Diese neuen Techniken und Instrumente werden durch Vergleich mit bewährten konventionellen Methoden bewertet. ModelPROBE bietet die einzigartige Möglichkeit, den vorgeschlagenen Ansatz und die entwickelten Techniken und Instrumente an vollständig ausgestatteten und charakterisierten europäischen Referenzstandorten, die im Projekt zur Verfügung stehen, zu testen, zu optimieren und zu demonstrieren. Integrierte statistische Analysen und Modellentwicklung auf verschiedenen Ebenen des schrittweisen Ansatzes erlauben einen besseren Überblick über die Boden- und Grundwasserkontaminationen und liefern eine fundierte Grundlage für Risikoabschätzungen und für Entscheidungen über die am besten geeignete nachhaltige Sanierungsstrategie.

ModelPROBE wird von der EU im FP7 unter dem Thema 6.3 “Environmental Technologies”, 3.1.2.2 “Development of technologies and tools for soil contamination assessment and site characterisation, towards sustainable remediation” finanziell unterstützt.

Project handbook

Handbook now published

"Model-driven soil probing, site assessment and evaluation - Guidance on Technologies"

 Available upon request at:

Handbook

News

2. ModelPROBE training course

Innovative Approaches for the Characterization of Contaminated Sites

September 29-30, 2011 - Ferrara - Remtech 2011

REMTECH

Contact:

Coordinator:

Matthias Kästner

Helmholtz Centre for Environmental Research - UFZ, Leipzig, Germany