Einzugsgebiet der Parthe
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Einzugsgebiet der Parthe

Das Untersuchungsgebiet Parthe (366 km²) ist ein Teileinzugsgebiet der Weißen Elster. Es befindet sich südöstlich von Leipzig (Sachsen) in der Leipziger Tieflandsbucht. Die Parthe entspringt im Colditzer Forst und mündet in Leipzig in die Weiße Elster. An der Mündung ist der Pegel Thekla gelegen.

Naturräumlich ist das Parthegebiet der nordsächsischen Altpleistozänlandschaft zuzuordnen. Ausgehend von größtenteils sandigen und lehmigen Substrattypen sind die vorherrschenden Bodentypen Braunerden, Staugleye, Parabraunerden und Grundgleye.

Klimatisch ist das Gebiet dem stärker kontinental beeinflussten ostdeutschen Binnenklima zuzuordnen. Der mittlere Jahresniederschlag beträgt 583 mm, das Jahresmittel der Lufttemperatur liegt bei 8,4°C (1951 - 1980).

Das Untersuchungsgebiet Parthe ist geprägt durch intensive landwirtschaftliche Nutzung (> 60% der Fläche) und eine zunehmende urbane Überprägung (Siedlungsfläche ca. 18% der Fläche).

Das Abflussregime der Parthe ist gekennzeichnet durch ausgeprägte Frühjahrshochwässer und einen lang anhaltenden Niedrigwasserstand in den Sommermonaten, der i. d. R. lediglich durch sommerliche Hochwässer aufgrund von Starkregenereignissen unterbrochen wird. Zum Teil fallen im Sommer Abschnitte der Parthe und ihrer Nebenflüsse trocken. Dieser Effekt wird durch eine intensive wasserwirtschaftliche Nutzung (Trinkwassergewinnung) speziell im Bereich Naunhof verstärkt.

Ziele der Untersuchungen

Seitens des UFZ werden im Einzugsgebiet der Parthe in Kooperation mit der Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (SBUL) hydrologische sowie Gewässergüteuntersuchungen an vier ausgewählten Standorten durchgeführt. Die dort erhobenen Daten sind u.a. Grundlage für ein verbessertes Prozessverständniss und dienen direkt und indirekt dem Eingang in Modelle zur Simulation und Prognose von Effekten der Landnutzung auf den Wasser- und Stoffhaushalt Arbeitsgruppe MODEFA. Im Gebiet werden auch Sensitivitätsanalysen von Modellen durchgeführt.
Zudem werden mit Hilfe von Hyperspektralinfomationen (Wellenlängenbereich zwischen 400 - 1700 nm) Pflanzen- und Bodeneigenschaften sowie Prozesse abgeleitet, die für den Wasser- und Stickstoffhaushalt im Einzugsgebiet von Bedeutung sind. Dabei kommen neuartige Sensoren zum Einsatz, die auf einem Ultraleichtflugzeug montiert sind und räumliche Auflösungen bis unterhalb von 1 m ermöglichen.

Ansprechpartner:
Dr. Martin Volk

Kooperation:
SLULG – Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie SLULG
SUBG - Staatliche Umweltbetriebsgesellschaft SUBG
StUFA Leipzig - Staatliches Umweltfachamt