Jordan Water Project – Capacity Building

Implementierung eines strategischen Modellierungs-Tools zum Wassermanagement in Jordanien



Partner

ohne finanzielle Unterstützung durch das Projekt

  • Ministry for Water and Irrigation of Jordan
  • Universität Stanford
  • ÖFSE − Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung
  • IIASA − Internationales Institut für angewandte Systemanalyse
  • Water Management Initiative Jordan (USAID-Projekt)

Laufzeit

10/2017 – 09/2019

Finanzierung

BMU-Logo

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der Exportinitiative Umweltschutz


rostiger Wasserhahn
Stadtpanorama

Kurzbeschreibung

Der jordanische Wassersektor steht vor der akuten Herausforderung, eine nachhaltige Wasserversorgung für die rasch wachsende Bevölkerung des Landes sicher zu stellen. Bereits vor Beginn der syrischen Flüchtlingskrise, im Zuge derer die Bevölkerung Jordaniens um etwa 35 Prozent anwuchs, lag die Süßwasserverfügbarkeit mit 145 m³ pro Kopf und Jahr deutlich unter dem Grenzwert für absolute Knappheit. Im Rahmen des Belmont-Forum-Projektes „Integrated Analysis of Freshwater Resources Sustainability in Jordan“ − kurz Jordan Water Project (JWP) – wurde seit 2013 unter Leitung der Universität Stanford und unter Beteiligung des UFZ ein hydro-ökonomisches Simulationsmodell des gesamten jordanischen Wassersektors entwickelt. Das Modell ermöglicht eine zusammenhängende Betrachtung der kurzfristigen Versorgungs- und langfristigen Nachhaltigkeitsherausforderungen im jordanischen Wassersektor.

Das Ziel des Capacity-Building-Projektes (JordanCap) ist es, das im Rahmen des JWP entstandene Modell weiterzuentwickeln und bei den Wasserbehörden in Jordanien als strategisches Managementtool zu implementieren. Zu diesem Zweck wird die Benutzerfreundlichkeit des Modelles erhöht und ein umfassendes Handbuch erstellt. Weiterhin werden acht jordanische Experten im Zuge von vier Schulungen in der Nutzung des Tools ausgebildet, um so zu strategischen Entscheidungen im Wassermanagement beizutragen. Insbesondere soll das Projekt den jordanischen Behörden ermöglichen, das Modell mit aktuellen Daten fortlaufend auf dem neusten Stand zu halten, neue Handlungsoptionen, Szenarien und Narrative zu entwickeln und zu testen sowie die Modellergebnisse eigenständig zu interpretieren. Die Erfahrungen aus der Anwendung durch Experten vor Ort werden außerdem genutzt, um das Modell weiter zu optimieren.

Wadi Al Arab
ausgetrockneter Boden