Pressemitteilung vom 1. Juni 2004

25 Jahre Konvention zum Schutz wandernder Tierarten Ausstellung im UFZ

Bis zum 30. Juni ist im UFZ (Leipziger KUBUS, Foyer) eine Wanderausstellung zu sehen, die anlässlich des 25jährigen Bestehens der Konvention über wandernde Tierarten bei der UNO-Umweltbehörde UNEP entstanden ist. Die Ausstellung besteht aus 38 Bild-/Texttafeln, auf denen man sowohl etwas zum Aufbau und zur Tätigkeit der Konvention erfahren kann als auch über einzelne durch die Konvention geschützte Tierarten, wie zum Beispiel den Schneeleoparden, den Walhai oder die Mönchsrobbe. Die Ausstellung ist wochentags von 8:00-18:00 Uhr auch für externe Besucher geöffnet.

Die Bonner Konvention

Überall auf der Welt gibt es "wandernde" Tierarten, insgesamt 10.000 verschiedene. Die Tiere ziehen in regelmäßigen zeitlichen Abständen über weite Strecken und lassen sich an wechselnden Standorten nieder. Bekanntestes Beispiel: die Zugvögel, die jedes Jahr von ihren Sommer- in behaglichere Winterquartiere ziehen. Bei ihren Wanderungen halten sich die Tiere nicht an politische Grenzen, sondern sind einzig und allein darauf angewiesen, ganz bestimmte Naturräume vorzufinden. Leider kann sich jedoch die Zerstörung ihres Lebensraumes in einem einzelnen Staat auf das Überleben der gesamten Art auswirken. Deshalb wurde von der UNO 1979 in Bonn das "Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten", auch bekannt als "Bonner Konvention", unterzeichnet. Bislang wurde die Konvention von 80 Staaten der Erde, unter anderem von Deutschland, unterzeichnet. Es wurden elf Regionalabkommen geschlossen, u.a. das "Abkommen zur Erhaltung der Seehunde im Wattenmeer", zwei Regionalabkommen für die Wale in Nord- und Ostsee sowie im Mittel- und im Schwarzen Meer, das "Abkommen zur Erhaltung der Fledermäuse in Europa" und das "Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA)".

Biodiversitätsforschung am UFZ

Die Erhaltung der biologischen Vielfalt auf unserem Planeten ist seit seiner Gründung eines der großen Forschungsthemen am UFZ. Es existieren eine Vielzahl von großen und kleinen, internationalen und nationalen Projekten zu diesem Thema. Und die Ergebnisse fließen in die Arbeit von vielen Ämtern und Behörden, unter anderem auch der Umweltbehörde UNEP, ein.
Detaillierte Informationen zu UFZ-Projekten sind zu finden unter www.ufz.de oder direkt in der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des UFZ.

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