Mesokosmen

Ökosystemanalyse

Die Landnutzung in Gewässernähe prägt den Eintrag un die ökologische Auswirkung von Pestiziden. Wir analysieren und modellieren das landschaftsbezogene Pestizidrisiko.

Pestizideinträge durch gewässernahe Landwirtschaft oder Kläranlagen können mittels GIS-Methoden abgeschätzt werden [1]. Eine genauere Modellierung von Pestizideinträgen berücksichtigt weitere Informationen zu Hangneigung, Bodeneigenschaften, Anbaufrucht und Witterung [2] sowie das Vorhandensein von Gewässerrandstreifen [3]. Die ökologischen Auswirkungen der Pestizideinträge, quantifiziert durch SPEARpesticide, verstärken sich durch Wechselwirkungen mit weiteren Einflussfaktoren [1] oder vermindern sich durch das Vorhandensein unbelasteter Refugien wie Waldgebiete [3,4]. Relevante Interaktionen werden in Synthesemodellen zusammengefasst und ermöglichen Empfehlungen für das Landschaftsmanagement.

LanduseInformer
Der LanduseInformer ist ein Synthesemodell zur Abschätzung ökologischer Auswirkungen einer agrarwirtschaftlicher Landnutzung. Mit diesem Tool lassen sich Maßnahmen zur Schadensminderung in ihrer Effiziens miteinander vergleichen. 

Grafik LanduseInformer


Ausgewählte Veröffentlichungen

  1. Bunzel K, Liess M, Kattwinkel M 2014. Landscape parameters driving aquatic exposure and effects. Environmental Pollution, 186, 90-97.
  2. Schriever CA, Hansler-Ball M, Holmes C, Maund S, Liess M 2007. Agricultural intensity and landscape structure: influences on the macroinvertebrate assemblages of small streams in northern Germany. Environmental Toxicology and Chemistry, 26 (2), 346-357.
  3. Bunzel K, Kattwinkel M, Liess M 2013. Effects of organic pollutants from wastewater treatment plants on aquatic invertebrate communities. Water Research, 47, 597-606.
  4. Orlinskiy P, Münze R, Beketov M, Gunold R, Paschke A, Knillmann S, Liess M 2015. Forested headwaters mitigate pesticide effects on macroinvertebrate communities in streams: Mechanisms and quantification. Science of the Total Environment, 524-525, 115-123.