Die Gleichstellungsbeauftragte am UFZ


Die Gleichstellungsbeauftragte fördert mit ihrer Arbeit die Gleichstellung und Gleichbehandlung von Mitarbeiter*innen unterschiedlichen Geschlechts, unterschiedlicher Herkunft, Sprache, sexueller und religiöser Orientierung sowie sonstiger Verschiedenheiten.

Gleichstellung ist in jeglicher Hinsicht eine Selbstverständlichkeit. Faktoren und Prozesse, die die Gleichstellung einschränken, müssen identifiziert, kommuniziert und ihnen systematisch entgegengewirkt werden. Die Ursachen der Ungleichbehandlung sind jedoch fast immer unbewusst und unabsichtlich in unserem Denken und Handeln verankert und strukturell so stark in unseren Alltag eingebettet, dass sie von uns allen in unserem täglichen Umgang miteinander reproduziert werden. Gleichstellungsarbeit befasst sich daher damit, sowohl gezielt und bedarfsorientiert auf unterschiedliche Hintergründe und Ausgangssituationen der Mitarbeiter*innen zu reagieren als auch Rahmenbedingungen und Prozesse so zu gestalten, dass wir am UFZ Ungleichbehandlungen reduzieren, Chancengleichheit anstreben und die Verschiedenheit der Mitarbeiter*innen positiv nutzen können.

Alle Mitarbeiter*innen, Männer und Frauen, können aufgrund ihrer Lebenssituation von Chancenungleichheit betroffen sein und somit von Gleichstellungsmaßnamen profitieren. Doch nicht nur in ihrer individuellen persönlichen und beruflichen Entwicklung profitieren Mitarbeiter*innen von Gleichstellungsmaßnamen: Für alle Arbeits- und Organisationseinheiten am UFZ ist es ein Gewinn, ein Arbeitsumfeld zu bieten, in dem Mitarbeiter*innen mit diversen Hintergründen Raum finden, sich weiterzuentwickeln und ihre vielfältigen und spezifischen Perspektiven einfließen zu lassen.


Im Hintergrund der Gleichstellungsarbeit stehen Gesetze und Verordnungen (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Bundesgleichstellungsgesetz). Da das Bundesgleichstellungsgesetz jedoch für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen nicht bindend ist, hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) eine Ausführungsvereinbarung beschlossen, auf die sich die Gleichstellungsarbeit am UFZ stützt ( Gleichstellungsplan_UFZ.pdf ). Zudem hat das UFZ im Sommer 2016 einen eigenen Gleichstellungsplan beschlossen, in dem die Ziele der Gleichstellungsarbeit am UFZ festgehalten sind.


Als Gleichstellungsbeauftragte verfolge ich drei Arbeitsschwerpunkte:

  1. Unterstützen der Umsetzung und Evaluierung des UFZ-Gleichstellungsplans durch Gespräche, Beratung, Analyse, Prozessbegleitung, Anregung, Motivation und Argumentation.
  2. Sensibilisieren für die Relevanz und die Ursachen von Ungleichstellung; Sichtbarmachen der Bemühungen und Potenziale des UFZ zur Erreichung von Gleichstellung; Ausweiten der Gleichstellungsperspektive auf zwischenmenschliche Verschiedenheit über den Aspekt Geschlecht hinaus.
  3. Verantwortungsvolles Wahrnehmen regulärer Aufgaben wie der Mitwirkung in Auswahlkommissionen und individuelle Beratung, Berichterstattung und Statistik, Vernetzung und Austausch, Weiterbildung und Dokumentation meiner Arbeit.


Mit meinem Engagement für ein faires Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiter*innen am UFZ bin ich nicht alleine:

Das Familienbüro bietet Service- und Beratungsangebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familien- und Pflegeaufgaben sowie zur Dual Career und ist Ansprechpartner bei individuellen Anliegen mit Familienbezug. Es ist außerdem zuständig für die Koordination und Umsetzung der Ziele des Audits berufundfamilie.

Das International Office bietet Service- und Beratungsangebote zur Orientierung und Integration in das deutsche Arbeits- und Lebensumfeld und ist Ansprechpartner bei individuellen Anliegen ausländischer Mitarbeiter*innen oder Gäste.

Die Schwerbehindertenvertretung am UFZ fördert die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben, vertritt deren Interessen und ist Ansprechpartnerin bei individuellen Anliegen.

Die Ombudspersonen sind Ansprechpartner*innen für alle Belange der guten wissenschaftlichen Praxis und bieten vertrauliche Gespräche über Fragen und Anliegen zu diesem Thema, z.B. bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten.

Der Gesamtbetriebsrat vertritt die Interessen der Mitarbeiter*innen gegenüber dem Arbeitgeber und ist Ansprechpartner bei individuellen Anliegen.

Der Arbeitskreis Chancengleichheit ist eine offene Gruppe interessierter Mitarbeiter*innen des UFZ, die sich mit den Möglichkeiten und Hindernissen von Chancengleichheit am Arbeitsplatz auseinandersetzt und sich mit Beiträgen und Ideen aktiv zur Verbesserung von Chancengleichheit am UFZ einbringt.