Veranstaltungshinweis vom 08. November 2018

Der Mensch im Anthropozän. Von täglichen Widersprüchen und solidarischer Lebensqualität.

Öffentlicher Vortrag am 12. November 2018 am UFZ in Leipzig

Gastrednerin der 17. Helmholtz Environmental Lecture (HEL) am 12. November ist die Umweltpsychologin Prof. Dr. Ellen Matthies von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sie spricht über individuelle Verhaltensmuster, die Rolle von Normen beim Konsum und über Strategien, die umweltverträgliches Verhalten fördern.

Prof. Dr. Ellen Matthies Foto: Universität Magdeburg / Stefan Berger
Prof. Dr. Ellen Matthies
Foto: Universität Magdeburg / Stefan Berger

Viele Studien und Publikationen belegen, wie schlecht es um den Planeten Erde bestellt ist, um Umwelt und Klima, die biologische Vielfalt, die Lebensräume von Pflanzen und Tieren. Die Fakten sind unmissverständlich und es bedarf genaugenommen keiner Wetterextreme mehr, um eine Ahnung davon zu bekommen, wie gravierend die Veränderungen sind und was uns noch bevorstehen könnte. Das reflexhafte Verdrängen nach dem Muster, "So schlimm wird es schon nicht werden!" oder "Heiße Sommer gab es früher auch schon!", funktioniert trotzdem. Der Druck, eine tiefgreifende Umgestaltung unserer Lebens- und Wirtschaftsweise herbeizuführen, ist offensichtlich noch nicht groß genug.

Wesentliche Gründe für die Diskrepanz zwischen dem Wissen um die Folgen unseres Konsums und die geringe Bereitschaft zu Verhaltensänderungen liegen im Verdrängen und Ausblenden unbequemer Wahrheiten wie in der Überforderung des Einzelnen, sich dauerhaft umweltgerecht zu verhalten.

Ellen Matthies wird in ihrem Vortrag der Frage nachgehen, wie sich nachhaltiges Handeln fördern und der eigene Lebensstil so gestalten lässt, dass künftige Generationen und Menschen in anderen Teilen der Welt nicht benachteiligt werden. Und wie sich die Akzeptanz für einen nachhaltigen und solidarischen Lebensstil in der Gesellschaft verankern lässt.

17. Helmholtz Environmental Lecture (HEL) mit Prof. Dr. Ellen Matthies
"Der Mensch im Anthropozän. Von täglichen Widersprüchen und solidarischer Lebensqualität."
Wann?          Montag, 12. November 2018, 17 bis 19 Uhr
Wo?              Leipziger KUBUS, Helmholtz
?Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Permoserstraße 15, 04318 Leipzig

Wir bitten um Anmeldung per E?Mail über info@ufz.de, Kolleginnen und Kollegen aus den Redaktionen bitte über presse@ufz.de oder 0341 235 1630.

Zur Person: Ellen Matthies ist seit 2011 Professorin für Umweltpsychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Forschungsschwerpunkte sind die Interaktion des Menschen mit der Umwelt, umweltrelevante Verhaltensweisen und nachhaltiges Konsumverhalten. Nach dem Studium der Psychologie (1989), Promotion (1993), Habilitation (2001) und Lehrtätigkeit an der Ruhr-Universität Bochum, war Ellen Matthies von 2009 bis 2011 Professorin an der Universität für Naturwissenschaften und Technik in Trondheim, Norwegen. Seit Mai 2013 ist sie Mitglied im Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU).

Die Helmholtz Environmental Lecture (HEL) ist eine Veranstaltungsreihe, in der herausragende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu umweltbezogenen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart Stellung beziehen. Bisherige Gastredner: Klaus Töpfer (2009), Hans Joachim Schellnhuber (2010), Achim Steiner (2010), Jochen Flasbarth (2011), Angelika Zahrnt (2012), Frank Schirrmacher† (2012), Ernst Ulrich von Weizsäcker (2013), Ottmar Edenhofer (2013), Stephan Kohler (2014), Thilo Bode (2014), Matthias Horx (2015), Mojib Latif (2015), Michael Braungart (2016), Hartmut Rosa (2016), Claudia Kemfert (2017), Stefan Juraschek (2017). http://www.ufz.de/hel


Weitere Informationen

UFZ-Pressestelle

Susanne Hufe
Telefon: +49 341 235-1630
presse@ufz.de


Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg mehr als 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

www.ufz.de

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 37.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

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