Pressemitteilung vom 04. Juli 2016

UFZ wird Mitglied im ForschungsVerbund Erneuerbare Energien

Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) nimmt das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) zum 1. Juli 2016 als neues Mitgliedsinstitut auf und baut damit seine Kompetenzen für die wissenschaftliche Unterstützung der Energiewende weiter aus. Professorin Daniela Thrän, Leiterin des UFZ-Departments Bioenergie, wird das Forschungszentrum im Direktorium des FVEE vertreten.

 Foto: UFZ / André Künzelmann

Foto: UFZ / André Künzelmann

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ erweitert als neues Mitgliedsinstitut das Kompetenzprofil des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien. Dessen Sprecher, Professor Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut, begrüßt den Zuwachs: "Das UFZ erforscht unter anderem Umweltwirkungen, Governance-Fragen und Landnutzungskonflikte, die in der Akzeptanzdebatte der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Daher ist der Beitritt des UFZ für den FVEE besonders wertvoll.

Am UFZ erforschen Natur- und Sozialwissenschaftler die Akteure und Treiber für eine Transformation des Energiesystems und welche ökonomischen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um Chancen des Systemumbaus zu nutzen, Potenziale auszuschöpfen sowie Konflikte und Risiken zu minimieren oder zu vermeiden. Im Bereich der erneuerbaren Energien erforscht das UFZ insbesondere die Nutzung und Optimierung der Bioenergie und der Geothermie sowie sozialwissenschaftliche Aspekte der Transformation des Energiesystems. Außerdem befasst sich das UFZ mit Fragen der Raumwirksamkeit der Energiewende. Hier erarbeiten die Forscherinnen und Forscher Lösungen für die Vermeidung möglicher Landnutzungskonflikte im Zusammenhang mit der Energiewende.

Professorin Daniela Thrän, die im Direktorium des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien das UFZ vertritt, leitet am UFZ das Department Bioenergie und hält den Lehrstuhl Bioenergiesysteme an der Universität Leipzig. Zugleich ist sie Leiterin des Bereichs Bioenergiesysteme am Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ), das schon seit Januar 2015 Mitgliedsinstitut im FVEE ist. Daniela Thrän betont: "Nur durch frühzeitiges Erkennen von Problemen im Spannungsfeld von Umwelt und Gesellschaft können vorsorgeorientierte Lösungen entwickelt werden. Wir freuen uns darauf, jetzt in noch engerer Zusammenarbeit mit den FVEE-Instituten Optionen für gesellschaftliche Entscheidungsprozesse zu erarbeiten."

Forschungsverbund für die Energiewende
Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien ist eine bundesweite Kooperation von Forschungsinstituten. Die Mitglieder erforschen und entwickeln Technologien für erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicherung und das optimierte technische und sozio-ökonomische Zusammenwirken aller Systemkomponenten. Gemeinsames Ziel ist die Transformierung der Energieversorgung zu einem nachhaltigen Energiesystem. Mitglied im FVEE sind bislang folgende Institute:

•   DBFZ (Deutsches Biomasseforschungszentrum)
•   DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)
•   Fraunhofer ISE (Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme)
•   Fraunhofer IWES (Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik)
•   GFZ (Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum)
•   HZB (Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie)
•   ISFH (Institut für Solarenergieforschung Hameln Emmerthal)
•   IZES (Institut für ZukunftsEnergieSysteme)
•   Forschungszentrum Jülich
•   UFZ (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
•   Wuppertal Institut (Wuppertal Institut für Klima, Energie, Umwelt)
•   ZAE Bayern (Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung)
•   ZSW (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung)


Weitere Informationen

Petra Szczepanski
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit FVEE
Telefon: +49 30 288 7565 72
fvee@helmholtz-berlin.de

UFZ-Pressestelle

Susanne Hufe
Telefon: +49 341 235-1630
presse@ufz.de


Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg mehr als 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

www.ufz.de

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 37.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

www.helmholtz.de
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