Netzwerke: Kompetenzen stärken, Kräfte bündeln

Das UFZ ist durch strategisch langfristig angelegte Netzwerke eng mit der nationalen und internationalen Wasserforschungs-Community verbunden. Diese Netzwerkstrukturen dienen dazu Themen und Fragestellungen in gemeinsamen Projekten anzugehen und in institutionellen strategischen Kooperationen zu verstärken.

Nationale Netzwerke

Das Helmholtz Wasser-Netzwerk ist ein strategisches, langfristig angelegtes Bündnis der Wasserkompetenzen der Helmholtz-Gemeinschaft und ihrer universitären Partner. Prioritäres Anliegen des vom UFZ koordinierten Netzwerkes ist es, gemeinsam zwischen den 7 beteiligten Helmholtz-Zentren und ihren universitären Schlüsselpartnern die großen, komplexen Herausforderungen im Wasserbereich, in einem systemischen Ansatz zu bearbeiten.

Um die Etablierung der Forschungsbereiche der Water Science Alliance voranzubringen, stellte die Helmholtz-Gemeinschaft Mittel des Helmholtz-Aufwuchses (Pakt für Forschung und Innovation, »Portfoliomittel«) bereit, mit denen das Helmholtz Wasser-Netzwerk entwickelt wurde.

Die Water Science Alliance ist eine Initiative zur Stärkung und besseren Positionierung der Wasserforschung in Deutschland und im internationalen Kontext. 2009 gab der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft zur Entwicklung eines Konzepts zur Stärkung und besseren Positionierung der deutschen Wasserforschung an das UFZ. Daraus entstand die Idee, dies über eine Bündelung der Kompetenzen, disziplinen- und institutionsübergreifend in thematischen Verbünden zu organisieren und eine Plattform zum Austausch neuer Forschungsmethoden und -ansätze zu schaffen: die Water Science Alliance. Im Februar 2013 wurde der Water Science Alliance e.V. als ein, von der Wasserforschungs-Community selbst getragener Verein, gegründet.

WHRC Die jährlich stattfindende Water Research Horizon Conference dient als offenes Forum für die Wasserforschungs-Community.

Im Fokus des Water Science Alliance e.V. steht die Synergiebildung zwischen den Kompetenzträgern der deutschen Wasserforschungslandschaft. Ziel ist es die Sichtbarkeit der deutschen Wasserforschung zu stärken und gleichzeitig junge Wissenschaftler zu fördern. Instrumente sind die jährlich stattfindende Water Research Horizon Conference, das Online-Portal Wasserforschung und der Water Science Alliance Blog.

Internationale Netzwerke

Ein deutsch-chinesisches Kompetenzzentrum für Erdsystembeobachtung und Erdsystemmodellierung das Research Centre for Environmental Information Science (RCEIS) wurde im März 2014 etabliert. Das von der Helmholtz-Gemeinschaft finanzierte und vom UFZ sowie der chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) koordinierte Forschungsnetzwerk beschäftigt sich mit den Themenschwerpunkten Wasser-, Boden- und Luftverschmutzungen. Im Vordergrund steht die Konzipierung von Umweltinformationssystemen entlang großer Flüsse und Seen in China.

Des Weiteren ist seit dem 1.1.2014 das Europäische Themenzentrum für Inland-, Küsten- und Meeresgewässer (ETC/ICM) am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung – UFZ angesiedelt. Das UFZ hat damit die Leitung des Konsortiums von 17 Partnern übernommen. European Topic Centre on Inland, Coastal and Marine waters (ETC-ICM)

Das UFZ ist Mitglied des Netzwerks "Partnership for European Environmental Research" (PEER). Im Wasserbereich ist der Hauptpartner dieses Netzwerkes die französische Forschungseinrichtung IRSTEA (National Research Institute of Science and Technology for Environment and Agriculture) ehemals CEMAGREF (IRSTEA).