Tagfaltermonitoring - Zähler unterwegs



Wissenschaft zum Mitmachen - Das Tagfaltermonitoring in Deutschland

Veranstaltungshinweis


Vortrag:
Tagfalter-Monitoring in Deutschland – eine Bilanz der ersten sieben Jahre

Wann und Wo?
16. Juni 2012, 10:00 Uhr-12:00 Uhr
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) – Seminarrraum im Erdgeschoß
Theodor-Lieser-Str. 4, 06120 Halle/S.

Exkursion:
Tagfalter-Monitoring in Deutschland
Im Naturschutzgebiet „Brandberge“ führen Elisabeth Kühn und ihre Kollegen vom Tagfalter-Monitoring Deutschland eine Begehung der UFZ-Transekte zur Tagfalterzählung durch.
16. Juni 2012, 12:00 Uhr-14:00 Uhr
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) – Seminarrraum im Erdgeschoß
Theodor-Lieser-Str. 4, 06120 Halle/S.

Warum?
Zu dem Treffen sind alle an Schmetterlingen interessierten Anfänger und Fachleute herzlich eingeladen. Es dient zum einen als Erfahrungsaustausch für die aktiven Zähler in Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus sind aber auch alle anderen Schmetterlingsfreunde eingeladen – auch diejenigen, die noch nicht beim Tagfalter-Monitoring mitmachen. Vielleicht lässt sich der eine oder andere Besucher von den Schmetterlingen begeistern und wird Zähler beim Tagfalter-Monitoring.
Anmeldung:
Um Anmeldung wird gebeten per Email an:
elisabeth.kuehn@ufz.de


Wissenschaft zum Mitmachen – Tagfalter-Monitoring Deutschland

Immer wieder schrecken uns Meldungen aus der Presse auf, wonach die Anzahl als auch die Artenvielfalt von Schmetterlingen abnimmt. Als Gründe nennen Experten unter anderen den Klimawandel als auch die Landnutzung durch die Landwirtschaft. Aber stimmt das denn? 


Um wissenschaftlich fundierte Aussagen machen zu können, sind Daten über einen längeren Zeitraum notwendig. Hier setzt das vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordinierte Projekt „Tagfalter-Monitoring Deutschland“ ein. Über ganz Deutschland verteilt gibt es ungefähr 500 sogenannte Transekte, die von ehrenamtlichen Schmetterlingszählern betreut werden. Ein Transekt ist eine immer gleiche Strecke, die ein Schmetterlingszähler im wöchentlichen Rhythmus zwischen Frühjahr und Herbst abläuft. Idealerweise befindet sich ein solcher Transekt in der Nähe des Wohnortes und hat je nach Landschaft eine Länge von 200 Metern bis zu einem Kilometer.


Neue Zähler sind nach einer Schulung in der Lage, ihren eigenen Transekt zu betreuen und zumindest leicht zu erkennende Schmetterlingsarten zu bestimmen. Die beobachteten Schmetterlinge gibt der Zähler in die Datenbank vom Tagfalter-Monitoring (www.tagfalter-monitoring.de) ein. „Ohne die vielen freiwilligen Helfer wäre ein solche aufwendige und systematische Kartierung von Schmetterlingen nicht möglich“, erläutert Elisabeth Kühn vom UFZ, die das Tagfalter-Monitoring koordiniert. „Leider fehlen uns in manchen Gebieten noch Transekte, um eine flächendeckende Datengrundlage von den Schmetterlingen zu bekommen - so beispielsweise in Halle und im nördlichen Sachsen-Anhalt. Neben dem reinen Erfahrungsaustausch möchten wir bei unserem Schmetterlingstreffen am 16. Juni 2012 vor allem auch neue Zähler für Halle und das nördliche Sachsen-Anhalt gewinnen.“

Informationen über den Bestand von Arten zu bekommen funktioniert flächendeckend nur Dank der Mithilfe von hunderten Freiwilligen, die ehrenamtlich die Natur beobachten, Daten sammeln und es so ermöglichen, langfristige Trends zu erkennen. Moderne Kommunikationsmittel wie Internet oder Fotohandys helfen dabei. So haben beispielsweise über 6500 Freiwillige in ganz Europa beim „Evolution Megalab“ Bänderschnecken beobachtet, um die Anpassung der Schneckengehäuse an den Klimawandels zu studieren.

Am 13. Juli starten Wissenschaftler ein weiteres Mitmachprojekt, das Daten zum Großen Wiesenknopf sammeln wird, um die Rolle dieser Pflanze im Ökosystem Wiese zu untersuchen (www.ufz.de/wiesenknopf). Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) ist für viele Insekten und andere Wirbellose eine wichtige Nahrungsgrundlage, darunter auch für besonders gefährdete Tagfalter wie die Wiesenknopf-Ameisenbläulinge. Ohne diese Pflanze können diese Schmetterlinge nicht überleben. Im Rahmen des Tagfaltermonitoring Deutschlands sammeln seit 2005 über 500 Freiwillige bundesweit Daten über Schmetterlinge. Dieses Beobachtungsnetz soll jetzt im „Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt ERDE“ durch ein Monitoring des Wiesenknopfs ergänzt werden, das vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

Mehr zum Thema „Citizen Science“, also Wissenschaft zum Mitmachen, lesen Sie in der Juni-Ausgabe des UFZ-Newsletters:
http://www.ufz.de/index.php?de=10690







 

Kontakt

Veranstaltungen

Dr. Gregor Hoffmann
Tel. 0341 235 1786
gregor.hoffmann@ufz.de

Nina Baumbach
Tel. 0341 235 1387
nina.baumbach@ufz.de
 

Externe Veranstaltungen, Kongresse

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Veranstaltungsorganisation
Tel. 0341 235 1880
conference@fu-confirm.de


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