Addis Abeba, 8.-10. Juni 2011

Der Workshop in Addis Abeba diente als Grundlage, um den Kontext sozialer Vulnerabiltät in der äthiopischen Hauptstadt zu ermessen, und bereitete damit den Weg zur Entwicklung effektiver Bewertungsmethoden auf Basis quantitativer und qualitativer Verfahren. In diesem Zusammenhang wurden entsprechende methodologische Ansätze für die Falluntersuchungen diskutiert. Mehrere Ausflüge trugen dazu bei, dass sich die Teilnehmer einen Eindruck über die urbanen Realitäten in Addis Abeba machen konnten und für Überschwemmungen anfällige Orte sowie geeignete Untersuchungsgebiete zu identifizieren. In organisierten Arbeitskreisen wurden kontext-relevante Indikatoren zur Messung von sozialer Vulnerabilität sowie existenzbasierte Maßnahmen für eine Katastrophenbewältigung diskutiert. Im Ergebnis wurde ein Ansatz vorgeschlagen, die Messung sozialer Vulnerabilität nach vier Dimensionen zu differenzieren: asset vulnerability, institutional vulnerability, physical vulnerability und attitudinal vulnerability. Für letztere Dimension wurden schließlich quantifizierbare Indikatoren zur Messung von Sozialkapital und Risikobewusstsein erarbeitet. Darin eingeschlossen sind beispielsweise die Rolle ziviler und Glaubensgemeinschaften sowie kommunaler Aktivitäten zur Prävention von Überschwemmungen.

Addis Abeba Photos

Addis Ababa, June 2011
Addis Ababa, June 2011
Addis Ababa, June 2011
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Photo Conrad Kunze

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 Dr. Conrad Kunze ist seit dem 1.9. wissenschaftlicher Mitarbeiter im IP Energy Land Use. Schwerpunkt seiner Arbeit sind soziokulturelle Grundlagen der Geothermienutzung.

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Prof. Dr. Sigrun Kabisch wurde als Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) berufen