Pressemitteilung vom 25. Januar 2012

Rockendes Physiker-Duo gewinnt FameLab Sachsen

Leipzig. Sie kamen mit einer E-Gitarre und einer hölzernen Trommelkiste auf die Bühne und sangen das Lied "Von DNA und Strumpfhosen". Sie sahen, wie viele Zuschauer sich in den Keller der Moritzbastei drängten und hatten ein wenig Lampenfieber. Sie siegten schließlich in der Final-Runde mit Körperbemalung und Kompetenz: Die Frage, was Welle und Teilchen in der Physik ausmacht, konnten die beiden auch für Laien anschaulich und vor allem einleuchtend erklären.

Das rockende Physiker-Duo Johannes Zierenberg und Matti Gralka beim FameLab-Wettbewerb

Das rockende Physiker-Duo Johannes Zierenberg und Matti Gralka (Uni Leipzig) gewinnt den regionalen FameLab-Wettbewerb Sachsen 2012.
Foto: André Künzelmann/UFZ

Iris Kröger (UFZ) beim FameLab-Wettbewerb 2012 in Leipzig.

Mit ihrem Beitrag "Ene mene Mückenschmaus - wer zuletzt kommt, der ist raus" und "Malaria im Leipziger Auenwald?" (2. Runde) kam Iris Kröger vom UFZ auf den zweiten Platz.
Foto: André Künzelmann/UFZ

Johannes Zierenberg und Matti Gralka forschen an der Universität Leipzig auf dem Gebiet der statistischen Physik und konnten am Dienstagabend beim Regionalausscheid FameLab Sachsen zeigen, dass das keinesfalls trocken und langweilig ist. Mit Kreativität und Spaß am Wissen-Vermitteln brachten sie in zwei dreiminütigen Vorträgen sowohl die Zuschauer als auch die kritische Jury auf ihre Seite und konnten so am Ende nicht nur den Publikumspreis der Zeitschrift GEO, sondern auch den mit 300 Euro dotierten Sieger-Scheck mit nach Hause nehmen.

Dabei musste sich das rockende Physiker-Duo gegen eine harte Konkurrenz durchsetzen: Insgesamt acht junge Talente verschiedenster wissenschaftlicher Einrichtungen rangen im Scheinwerferlicht um Applaus und Jury-Punkte. Das Bewertungskomitee machte sich die Entscheidung, wer weiterkommt, nicht einfach: Prof. Teutsch vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Prof. Schwarz von der Uni Leipzig, Dr. Junhold vom Zoo Leipzig und GEO-Redakteurin Johanna Wieland hakten nach, wenn etwas unklar blieb, bohrten in die Tiefe und wägten sorgsam zwischen Entertainment- und Erkenntnisgehalt der einzelnen Vorträge ab. Denn um die zum Teil komplexen Themen aus der Forschung verständlich zu machen, brannten die Kandidaten unter anderem Wunderkerzen ab, ein Lampion wurde zum Sinnbild für die Sonne und das Räuber-Beute-Schema aus der Biologie wurde in rhythmische Verse gefasst. Mit letzterem und ihren bunten Handpuppen, die Mücken und Wasserflöhe als Nahrungskonkurrenten darstellten, gewann Iris Kröger vom UFZ den zweiten Preis. Sie reist gemeinsam mit Matti Gralka und Johannes Zierenberg am 31. März zum Deutschland-Finale nach Bielefeld.

Der Wettbewerb FameLab fand in diesem Jahr zum ersten Mal in Sachsen statt und wurde gemeinsam von der Universität Leipzig und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) veranstaltet. Die Videos der einzelnen Beiträge und die Gewinner-Vorträge sind in Kürze auf der Homepage www.famelab-germany.de zu sehen.
Bettina Hennebach

Die fünf Endrundenteilnehmer

  1. Felix Effenberger, Max-Planck-Institut für Neurowissenschaften, "Informationsübertragung und -speicherung im Gehirn"
  2. Denise Reichel, Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HDZR), "Das Glühwürmchen und die Sonne oder Temperaturmessungen unter extremen Bedingungen"
  3. Janet Wagner, Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (IfT) "Asche zu Asche und Staub zu Staub"
  4. Iris Kröger, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), "Ene mene Mückenschmaus - wer zuletzt kommt, der ist raus" und "Malaria im Leipziger Auenwald?" (2. Runde)
  5. Johannes Zierenberg und Matti Gralka, Universität Leipzig, "Von DNA und Strumpfhosen" und "Welle oder Teilchen, das ist die Frage"

Und die Preisträger

1. Platz: Johannes Zierenberg und Matti Gralka, Uni Leipzig
300 Euro + Teilnahme an Masterclass in Berlin (17./18. März 2012) + Teilnahme an Deutschland-Finale in Bielefeld (31. März)

2. Platz: Iris Kröger, UFZ
200 Euro + Teilnahme an Masterclass in Berlin (17./18. März 2012) + Teilnahme an Deutschland-Finale in Bielefeld (31. März)

Publikumspreis (2 x GEO-Jahresabo):
Johannes Zierenberg und Matti Gralka, Uni Leipzig

Impressionen vom Wettbewerb

  • Iris Kröger (UFZ) mit ihrem Beitrag "Ene mene Mückenschmaus - wer zuletzt kommt, der ist raus" / Foto: André Künzelmann (UFZ)

  • Iris Kröger (UFZ) bei FameLab Sachsen in Leipzig 2012 / Foto: André Künzelmann (UFZ)

  • Johannes Zierenberg und Matti Gralka (Uni Leipzig) / Foto: André Künzelmann (UFZ)

  • Johannes Zierenberg und Matti Gralka (Uni Leipzig) / Foto: André Künzelmann (UFZ)

  • Prof. Georg Teutsch (Geschäftsführer UFZ) übergibt den 1. Preis an Johannes Zierenberg und Matti Gralka (Uni Leipzig). Foto: André Künzelmann (UFZ)

  • FameLab Sachsen 2012: Die Preisträger / Foto: André Künzelmann (UFZ)

Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg ungefähr 1.000 Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit über 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 17 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

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