UFZ Vorlesungsreihe "Biodiversität und Landnutzung"

Klima- und Biodiversitätsschutz durch Walderhalt -

Rechtliche Aspekte der Implementierung des REDD+-Mechanismus

Dr. Grit Ludwig

Department Umwelt- und Planungsrecht, UFZ

Regenwald

28. Juni 2011, 15:00 h im Leipziger KUBUS

Entwaldung und Degradierung von Wäldern tragen mit etwa 12-20% zu den weltweit ausgestoßenen Treibhausgasen bei. Diese Emissionen stammen zu einem ganz überwiegenden Teil aus tropischen Wäldern. Als internationales Instrument zum Waldschutz wird unter der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) gerade der REDD+-Mechanismus (Reducing Emissions of Deforestation and Degradation plus nature conservation, sustainable forest management and the enhancement of carbon in forests in developing countries) verhandelt und in Pilotprojekten bereits umgesetzt. Dem Mechanismus liegt die Idee zugrunde, den Entwicklungs- und Schwellenländern finanzielle Anreize für den Schutz von Wäldern zu geben. REDD+ bietet die Möglichkeit, Klimaschutz mit dem Erhalt der Biodiversität und der Armutsbekämpfung zu verbinden. Mit der Umsetzung des Mechanismus sind allerdings auch Gefahren für die lokale Bevölkerung verbunden, die vor allem aus Nutzungseinschränkungen resultieren können. Der REDD+-Mechanismus erfordert Regeln für die Wahrung der Rechte lokaler Akteure, vor allem der Eigentums- und Beteiligungsrechte. Der Vortrag führt in den REDD+-Mechanismus ein, beschreibt das Potenzial für Konflikte mit Eigentums- und Beteiligungsrechten der lokalen Bevölkerung bei der Umsetzung von REDD+ und veranschaulicht den Rechtsrahmen für die Vermeidung und Lösung von Konflikten.

Allgemeine Anregungen, Fragen und Wünsche zur Reihe bitte an Dr. Gerhard Hartmuth
gerhard.hartmuth@ufz.de