Einzugsgebiet der mittleren Mulde

Einzugsgebiet der mittleren Mulde
Mulde

Das Einzugsgebiet der Mittleren Mulde (2700 km²) befindet sich im westlichen Teil Sachsens, in den so genannten "Lössgefilden". Es liegt zwischen dem pleistozänen Tiefland in Norden, das aus glazialen und glazifluvialen Sedimenten besteht, und der nördlichen Abgrenzung des Erzgebirges im Süden. Das Gebiet weist komplexe geologische Verhältnisse auf, besitzt aber durch die Löss- und Sandlössablagerungen aus der Weichsel-Kaltzeit weitgehend einen einheitlichen Charakter.

Das Untersuchungsgebiet kann in Naturräume mit Sandlössen, Lössparabraunerden und Lösspseudogleyen sowie in Teile des benachbarten pleistozänen Tieflandes mit glazialen Sanden im Norden untergliedert werden, während der Süden dem Erzgebirgebecken und dem östlichen Erzgebirge mit Bergböden zuzuordnen ist. Der mittlere, jährliche Niederschlag im Einzugsgebiet der mittleren Mulde variiert zwischen 577 und 700 mm/Jahr. Landwirtschaftliche Nutzung ist dominierend im Gebiet. Das Relief des Gebiets ist heterogen mit bereichsweise sehr steilen Taleinschnitten. Das Einzugsgebiet der Mulde war bereits mehrfach von Hochwasser betroffen, von denen das Ereignis im Jahr 2002 katastrophale Ausmaße hatte.

Projekte:

1.) BMBF-Projekt "Ökologische Forschung in der Stromlandschaft Elbe" (Elbe-Ökologie). FKZ: 0339586.
Projektlaufzeit: 1998-2001.
Ziele der Departmentmitarbeiter im Projekt:
Regional differenzierte Abschätzung der Stickstoffeinträge aus punktuellen und diffusen Quellen in die Gewässer der mittleren Mulde.
Kontakt: Antje Ullrich
Ehemalige Mitarbeiterin: Dr. Ulrike Hirt

2.) "FLOODMED" - Monitoring, forecasting and best practices for FLOOD Mitigation and prevention in the CADSES region. - EU Community Initiative INTERREG III CADSES Duration: 2006-2008 Project homepage
Ziele der Departmentmitarbeiter im Projekt:
- Zusammenstellung der existierenden und zukünftigen Monitoringstrategien und Hochwasserschutzmaßnahmen im Einzugsgebiet.
- Modellierung des Einflusses der Landnutzung auf die Wasserbilanz mit SWAT
- Hydro-dynamische Modellierung mit TRIMR3D in einem Teilgebiet
- Kopplung von SWAT und TRIMR3D
Kontakt: Martin Steinert, Dr. Martin Volk

Kooperationen:
LfUG - Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie, Landeshochwasserzentrum LfUG
UBG - Staatliche Umweltbetriebsgesellschaft
Internationale Partner: Siehe Projekthomepage