Glossar
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P
Paläoklimatologie
Die Paläoklimatologie ist der Teil der Klimaforschung, der sich mit der Rekonstruktion der Klimageschichte befasst. Dazu werden verschiedene Klimaarchive wie Baumjahresringe, Korallen. Muscheln, Sedimente oder Eiskerne genutzt.
Pathogen
Pathogene sind alle möglichen Objekte (Mikroorganismen, Stoffe, etc.), die Krankheiten verursachen. Auf den Menschen bezogen spricht man von Humanpathogenen. Kankheitsauslösende Erreger bei Pflanzen sind Phytopathogene.
Pflanzenkläranlage
Pflanzenkläranlagen sind Anlagen zur Wasserreinigung, die die Selbstreinigungskraft der Natur nutzen. Das zu reinigende Wasser durchläuft den mit Sumpfflanzen (Schilf, Binsen, Rohrkolben u.a.) besetzten Bodenkörper aus sandig bis kiesigem mineralischem Material vertikal oder horizontal. Diese Verfahrensvariante wird als "Bewachsener Bodenfilter" bezeichnet. In sog. Technischen Feuchtgebieten und Künstlichen Schwimminseln wird das Wasser in einen mit Pflanzen besetzen oder durchwurzelten Wasserkörper zur Reinigung eingeleitet. Durch Prozesse im Wurzelbereich der Pflanzen (Zusammenspiel zwischen Pflanzen, Boden und Mikroorganismen) werden sowohl organische als auch anorganische gelöste Stoffe abgebaut oder Schwebstoffanteile durch Bindung an den Bodenkörper aus dem Abwasser gefiltert. Bei der Passage des Wassers durch Bewachsene Bodenfilter werden auch die in häuslichen Abwässern enthaltenen fäkalen Mikroorganismen verdrängt. Deshalb ist das in Pflanzenkläranlagen behandelte Wasser auch für eine Wiederverwendung mit erhöhten hygienischen Anforderungen, wie z. B. in der landwirtschaftlichen Bewässerung, einsetzbar. Verfahrensvarianten von Pflanzenkläranlagen werden z. B. als Wurzelraumverfahren, Schilf-Binsen-Kläranlage, Bewachsener/Bepflanzter Bodenfilter oder Hydrobotanische Kläranlage bezeichnet.
Phenole
Als Phenole werden in der Chemie aromatische Verbindungen bezeichnet, die aus einem Benzolring und einer oder mehreren daran gebundenen Hydoxylgruppen bestehen.
Phytosanierung
Bei der Phytosanierung oder Phytoremediation helfen Pflanzen in verschiedenen Verfahren verunreinigte und kontaminierte Böden zu reinigen.
praktische Konkordanz
Die Herstellung eines optimierenden Ausgleichs bei der Kollision von Rechten und legitimen Zielen.
Prokaryot
Prokaryoten (Procarya, Procaryota; von griechisch pro = bevor und karyon = Nuss, Kern), auch Prokaryonten genannt, sind zelluläre Lebewesen, welche keinen Zellkern besitzen. Ihr Zelltyp wird als Protocyte bezeichnet. Seit alle zellulären Lebewesen in drei Domänen eingeteilt werden, fassen die Domänen der Bakterien (Bacteria) und der Archaeen (Archaea) alle Prokaryoten zusammen und der Begriff verliert damit an Bedeutung.
Proteomik
Die Proteomik umfasst die Erforschung des Proteoms. Dies beinhaltet die Gesamtheit aller in einer Zelle oder einem Lebewesen unter definierten Bedingungen und zu einem definierten Zeitpunkt vorliegenden Proteine. Das Proteom ist im Gegensatz zum (eher) statischen Genom (hoch) dynamisch und verändert sich daher in seiner qualitativen und quantitativen Proteinzusammensetzung aufgrund veränderter Bedingungen (Umweltfaktoren, Temperatur, Genexpression, Wirkstoffgabe etc.).
Protozoen
Protozoen oder Urtiere ist ein veralteter Begriff, da dies keine systematischen Gruppen sind, die eine gemeinsame Abstammungslinie haben. Es sind aufgrund ihrer Mobilität als tierisch angesehene Einzeller, die keine Zellwand, aber im Gegensatz zu Bakterien einen Zellkern besitzen.