Glossar
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E
ecological engineering
Neben dem Einsatz von Pestiziden gibt es auch natürliche Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung. Beispielsweise sind vielfältige und artenreiche Kulturlandschaften relativ wenig anfällig gegenüber Schädlingen. Solche aktiv geplanten und umgesetzten Maßnahmen heißen "ecological engineering".
Edaphon
Das Edaphon (von griechisch edaphos - Erdboden) ist die Gesamtheit der im Boden lebenden Organismen. Es wird zwischen pflanzlichen (Bodenflora) und tierischen (Bodenfauna) Bodenlebewesen unterschieden.
Ektomykorrhiza
Symbiose zwischen Pflanzewurzeln von Bäumen und Pilzen der Abteilungen der Ascomycota und Basidiomycota. Die Pilze bilden einen Mantel um die Wurzelspitze und besiedeln den Zwischenzellenraum ihrer Peripherie. Ektomykorrhiza Pilze mobilisieren Nährstoffe aus den organischen (z.B. Streu) und mineralischen Bodenfraktionen, die sie der Pflanze im Austausch gegen Pflanzenzucker liefern.
Elektronenakzeptor
Ein Elektronenakzeptor (oder Elektronenempfänger) ist in der Physik und Chemie ein Teilchen (Atom, Molekül, Ion), welches in der Lage ist, Elektronen aufzunehmen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Reduktion. Das Teilchen selbst fungiert dabei als Oxidationsmittel.
Enclosures
Der Begriff kommt aus dem Englischen ("Eingeschlossenes"). Damit sind röhrenförmige abgetrennte Bereiche in Seen gemeint, in denen die Wissenschaftler Sanierungsmethoden im kleinen Maßstab testen, bevor sie im ganzen See angewendet werden.
Epidemiologie
Die Epidemiologie untersucht die Ursachen und Folgen sowie die Verbreitung von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Populationen.
Ethik
Dürfen wir mit der Natur umgehen, wie wir wollen? Haben wir eine moralische Verpflichtung gegenüber anderen Lebewesen? Misst sich der Wert unserer belebten Umwelt ausschließlich in Euro und Cent?
Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die Umweltethik. Als die Wissenschaft, die sich mit dem moralischen Dimensionen des Umgang mit der Natur beschäftigt, hilft sie nicht zuletzt, Debatten zu strukturieren und zu versachlichen, sowie deren Wertdimensionen argumentativ zugänglich zu machen.
Eukaryonten
Eukaryoten oder Eukaryonten bestehen aus mindestens einer Zelle und besitzen einen Zellkern mit Chromosomen und eine Zellmembran.
Eutrophie
Der Begriff Eutrophierung beschreibt meist ein Anstieg der Nährstoffzufuhr (Trophierung) in Gewässern. Durch diesen Anstieg verändert sich die Trophiestufe des Gewässers (von oligotroph über mesotroph zu eutroph und hypertroph) und damit einhergehend der Aufbau des Ökosystems.
Problematisch ist die Eutrophierung dann, wenn die von den Lebensgemeinschaften im See produzierte Biomasse nach dem Absterben in die Tiefe des Sees sinkt und dort unter Sauerstoffverbrauch abgebaut wird. Übersteigt der Sauerstoffbedarf den Sauerstoffvorrat im Tiefenwasser des Sees, tritt Fischsterben auf und man spricht vom "Umkippen" des Sees.
Evaluation (Begutachtung, Bewertung)
Prozess, durch den beurteilt wird, ob und in welchem Ausmaß Forschung gewissen Qualitätsmaßstäben genügt. Forschungsprogramme am UFZ werden alle 5 Jahre hinsichtlich ihrer Orientierung an gesellschaftlichen Problemen, wissenschaftlicher Qualität, interdisziplinärer Zusammenarbeit und des Wissenstransfers in die Gesellschaft hinein evaluiert.
Evaporation
Evaporation ist Wasser, welches direkt von der Oberfläche verdunstet. Die Transpiration, also die Verdunstung des Wassers über Blätter, wird zur Bildung von Biomasse genutzt und ist somit aus landwirtschaftlicher Sicht produktiver als die Evaporation.
ex situ
Bei ex situ Verfahren wird das belastete Material aus dem Boden oder Grundwasser transportiert und außerhalb behandelt.
Exposition
Der Begriff Exposition bezeichnet die Einwirkung von Umwelteinflüssen auf einen Rezeptor. Diese rezeptor-orientierte Betrachtung macht eine Unterscheidung zwischen z. B. Schadstoffkonzentration und Schadstoffexposition möglich. Ein Beispiel für humannahe Expositionen (hier ist der Mensch der Rezeptor) ist die Staubexposition eines Bergarbeiters; ein Passivraucher ist gegenüber Zigarettenrauch exponiert. Eine Exposition muss nicht unbedingt krank machen, kann aber eine mögliche Ursache oder ein Auslöser für eine Erkrankung oder eine Veränderung des Rezeptors sein.
