LiNA-Studie UFZ



LiNA 

Lebensstil und Umweltfaktoren und deren Einfluss auf das Neugeborenen- Allergierisiko

Allergien (z.B. Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma) sind heutzutage keine Seltenheit und treten immer häufiger auf. Dabei scheinen Umweltfaktoren und Lebensstil einen bedeutenden Einfluss auf das Erkrankungsrisiko zu haben.

Ärzte und Wissenschaftler des Städtischen Klinikums "St. Georg" und des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ starteten deshalb im Herbst 2005 das Projekt LiNA (LiNA- Lebensstil und Umweltfaktoren und deren Einfluss auf das Neugeborenen- Allergierisiko). Innerhalb der Studie sollen sensible Entwicklungsphasen des Kindes im Hinblick auf Umweltbelastungen und des späteren Auftretens allergischer Erkrankungen untersucht werden.

Die Fragestellungen zur Studie LiNA basieren zum großen Teil auf bereits im UFZ gesammelten Erkenntnissen aus vorangegangenen Studien (LISA, LISS und LARS). Bei der Bestimmung von Ursachen für spätere allergische Erkrankungen zeigte sich, dass die vorgeburtliche Entwicklungsstufe von besonderer Bedeutung für eine spätere Anfälligkeit von Kindern gegenüber allergischen Erkrankungen zu sein scheint. Diese mutmaßlich prägende Zeitspanne soll nunmehr mit der Studie LiNA ausführlicher betrachtet werden. Dazu werden Mütter erstmals während der Schwangerschaft in unsere Untersuchungen einbezogen. Zudem soll das zeitliche Untersuchungsraster im 1. Lebensjahr enger als in bisherigen Studien gesteckt werden.

Die Analyse von Schadstoffprofilen (einschließlich der Erfassung verkehrstypischer Belastungen), die Detektion immunologischer Parameter aus dem Blut sowie der genotypische Nachweis von Proteinpolymorphismen bilden die Basis der Untersuchungen. Die klinischen Endpunkte (allergische Symptome), die sich erst in weiteren Entwicklungsphasen des Kindes manifestieren, werden zu späteren Zeitpunkten der Studie erfasst.

Darüber hinaus wird der Einfluss genetischer Faktoren untersucht, die mit allergischen Erkrankungen in Zusammenhang stehen.

Für die Eltern und Kinder ist die Teilnahme an der Studie von Vorteil, denn die durchgeführten Untersuchungen können dazu dienen, eventuelle Risiken einer allergischen Erkrankung frühzeitig zu erkennen.

Messergebnisse, u. a. zu Messungen der Wohnraumluft, können den Eltern mitgeteilt und erläutert werden. Auf Wunsch erhalten sie auch die Ergebnisse zu den genetischen Faktoren, die potentielle Risikofaktoren für bestimmte Erkrankungen und Medikamentenunverträglichkeiten darstellen.

Die Studie wurde von der Ethikkommission der Universität Leipzig und vom zuständigen Datenschutzbeauftragten des UFZ geprüft und gebilligt.

Kontakt

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Lebensstil und Umweltfaktoren und deren Einfluss auf das Neugeborenen-Allergierisiko

Studienorganisation LiNA 

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
Permoserstr. 15; 04318 Leipzig

Studienassistentin:
Melanie Nowak

Tel. 0341/235-1555
Fax 0341/235-1787
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