Department Ökologische Chemie

Department Ökologische Chemie, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Leiter:
Prof. Dr. Gerrit Schüürmann
gerrit.schuurmann@ufz.de

Sekretariat:
Antje Zschernitz-Önal

Tel.: 0341 / 235-1262
Fax: 0341 / 235-1785

Permoserstraße 15
04318 Leipzig

Für das Verhalten von Chemikalien in der Umwelt sind Schlüsselparameter ausschlaggebend, die von der Molekülstruktur der Verbindungen und von Eigenschaften der Umweltkompartimente abhängen.

Das Ziel des Departments Ökologische Chemie besteht darin, systematische Zusammenhänge zwischen der Molekülstruktur chemischer Stoffe und ihrem Schicksal in der Umwelt einschließlich biologischen Systemen aufzudecken und Methoden zur Vorhersage ihres Umweltverhaltens und Risikos zu entwickeln.

Die Arbeiten konzentrieren sich dabei auf die zwei Bereiche Chemodynamik in der Umwelt und Molekulare Toxikologie, welche jeweils sowohl experimentelle als auch theoretische Arbeiten enthalten. Letztere betreffen insbesondere qualitative und quantitative Struktur-Aktivitäts-Beziehungen (QSAR), welche zur Abschätzung physikochemischer Stoffeigenschaften und toxikologischer Wirkpotentiale aus der Molekülstruktur entwickelt und eingesetzt werden.

Department Ökologische Chemie am 3. März 2014

Department Ökologische Chemie am 3. März 2014

Chemodynamik in der Umwelt

Hier geht es um experimentelle und theoretische Analysen umweltrelevanter Stoffeigenschaften, welche für die Verteilung organischer Chemikalien zwischen abiotischen Kompartimenten, für die Bioakkumulation und für Abbauprozesse (Photolyse, Hydrolyse, Bioabbau) ausschlaggebend sind. Zur Vorhersage von Verteilungskoeffizienten und Abbauraten werden dabei insbesondere Inkrementmethoden, lineare freie Energie-Beziehungen (LFER, LSER) und Methoden der Chemoinformatik und Quantenchemie als QSAR-Modelle eingesetzt. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Biomimetika (Passivsammler) zur zeitintegrierten Erfassung und Kontrolle chemischer Schadstoffe im Freiland.

Molekulare Toxikologie

Ausgangspunkt des zweiten Bereiches ist die Überlegung, dass sich die Primärwirkung biologischer Schadeffekte häufig auf einfache chemische Reaktionen zurückführen lässt. Mit Hilfe von Struktur-Aktivitäts-Beziehungen wird die molekulare Disposition für bestimmte Wirkmechanismen und Wirkstärken chemischer Stoffe analysiert. Toxikologisch relevante Molekülreaktivitäten werden dabei experimentell anhand von Chemoassays und theoretisch mit Hilfe von Methoden der Quantenchemie und Chemoinformatik charakterisiert. Die QSAR-Ansätze umfassen hier neben quantitativen Modellen auch Strukturalarm-Modelle zur Identifizierung toxikologischer relevanter Teilstrukturen chemischer Verbindungen sowie zur Vorhersage ökotoxikologischer und human-toxikologischer Endpunkte.

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Neues aus dem Department

Neue Gastwissenschaftlerin

Wir begrüßen Prof. Qingzhu Jia aus China. Sie wird 6 Monate bei uns sein und am CEFIC-LRI-Projekt "Computergestützte Vorhersage der Bildung von Nichtextrahierbaren Rückständen (NER) von Xenobiotika und ihren Metaboliten in Böden und Sedimenten unter Berücksichtigung ihrer Umweltgefährdung" mitarbeiten.

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ChemProp - neuer Dowload-Link

Wichtig: Zukünftige Updates werden auf einem neuen Server bereitgestellt. Auf dem bisherigen Server sind alle dazu benötigten Informationen zu finden.

Die aktuelle ChemProp-Version ist jetzt 6.1 (bereitgestellt am 3.2.2014).
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Die Lizenvereinbarung sowie ein Poster über ChemProp (Stand Mai 2012) stehen zum Herunterladen bereit:

Neueste Publikationen

Fenclová et al. 2014. Temperature dependence of limiting activity coefficients, ...
Fluid Phase Equilibr.

Guénard et al. 2014. Using phylogenetic information and chemical properties ...
P. Roy. Soc. B-Biol. Sci.

Malaj et al. 2014. Organic chemicals jeopardise freshwater ecosystems health ...
P. Natl. Acad. Sci. USA.

Poerschmann et al. 2015. Identification of oxidative coupling products of xylenols ...
Chemosphere.

Lombardo et al. 2014. Integrated testing strategy (ITS) for bioaccumulation assessment under REACH.
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