Glossar
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S
Sedimente
Häufig sind bei Sedimenten Ablagerungen am Boden von Seen und Meeren gemeint. Es gibt auch fluviatile (siehe dort) und äolische (luftgetragene) Ablagerungen, die in Flüssen bzw. an Land abgelagert werden.
SELEX
SELEX (Systematic Evolution of Ligands by Exponential Enrichment) ist ein evolutives in-vitro Selektionsverfahren zur Gewinnung von Aptameren. Das Verfahren beruht, analog der natürlichen Evolution, auf einem zyklischen Prozeß aus Selektion und Amplifikation, der so oft wiederholt wird, bis die Nukleinsäuren die gewünschten Eigenschaften aufweisen. Als Ausgangspunkt für die Selektion von DNA Aptameren wird eine Bibliothek, meist chemisch synthetisierte Oligonukleotide mit einer random-region von ca. 30-80 Nukleotiden, flankiert von zwei konstanten Primerregionen, eingesetzt. Die Bibliothek wird mit den Targetmolekülen zur Bindung gebracht, die ungebundenen Oligonukleotide werden im nächsten Schritt entfernt. Die gebundenen Oligonukleotid-Target-Komplexe werden sodann wieder getrennt und die ehemals am Target gebundenen Oligonukleotide werden mittels PCR amplifiziert. Aus den doppelsträngigen PCR-Produkten wird die relevante Einzeltrang-DNA gewonnen, die Ausgangspunkt für die nächste SELEX-Runde ist. Ca. 6-20 SELEX-Runden sind für die Anreicherung eines selektiven Aptamer-Pools erforderlich. Aus diesem Pool werden mittels Klonierung die individuellen Aptamere gewonnen, die nachfolgend sequenziert und einer Sequenzanalyse unterzogen werden können.
semiarid
Semiarid sind Klimazonen, in denen die jährliche Niederschlagsmenge meist geringer sind als die Jahresverdunstung. Das semiaride Klima weist Jahresniederschläge von 250 mm - 500 mm auf. Die Vegetation ist aufgrund der trockenen Bedingungen nur spärlich ausgeprägt.
Stickstofffixierung
Bodenbakterien transformiern den Luftstickstoff zu einer für
Organismen brauchbaren Form (Amonium). In Natur ist die biologische Stickstofffixierung der einzige Eintragspfad
von Stickstoff in Böden. Dabei leben die Bakterien entweder frei
in den Böden oder in Symbiose mit Wurzeln mancher
Pflanzenfamilien (z.B. Hülsenfruchtpflanzen, Erlen, Akkazien).
Stoffdienstleistung
Unter Stoffdienstleistung versteht man den Nutzen, den ein (Gefahr-)Stoff für den Menschen erbringt. Üblicherweise entscheidet der Markt darüber, ob eine Stoffdienstleistung angeboten wird, oder nicht. Aufgabe des Staates ist es, darüber zu wachen, dass diese Stoffdienstleistungen nicht mit einem unangemessenen Risiko für Mensch oder Umwelt erbracht werden. In seltenen Fällen kümmert sich der Staat nicht nur um die Risikokontrolle, sondern auch darüber, dass bestimmte Stoffdienstleistungen zur Verfügung gestellt werden.
Stressoren
Stressoren sind alle inneren und äußeren Reizereignisse, die eine Reaktion des Organismus erfordern.
Strippen
Dieses Verfahren wird in der Mineralölindustrie und der Chemie angewendet, um leicht flüchtige Wasserbestandteile wie Ammoniak oder organische Lösungsmittel austzutreiben. Entscheidend sind die Eigenschaften der auzustrippenden Stoffe wie beispielsweise der Dampfdruck.
Synökologie
Die Synökologie untersucht biologische Systeme. Einerseits werden die Wechselwirkungen innerhalb einer Biozönose untersucht, andererseits die Abhängigkeiten vom Biotop. Biotop und Biozönose bilden in modellhafter Einheit das Ökosystem.
Synthone
Ein Synthon ist ein Molekülbaustein. Die reaktiven Stellen des Synthons werden mit den Buchstaben a für Akzeptor oder d für Donor bezeichnet.